"Im Auto" – Ein steirischer Episodenfilm

10 Szenen zu je höchstens 15 Minuten, zu spielen in einem Auto. Jede Geschichte hat ihren eigenen Autor, ihren eigenen Regisseur und ihr eigenes Filmset. Danach werden die Geschichten zu einem Spielfilm aneinandergefügt. Die Protagonisten dürfen sich nicht weiter als 1,5 m vom jeweiligen Auto entfernen. Die Geschichte sollte zwingend in einem Auto spielen. Alle Szene spielen in Graz und Umgebung.

Britta Isabel LangBritta Isabel Lang, deutsche Regisseurin und Kamerafrau, die schon lange in Graz ihre 2. Heimat gefunden hat, scharte weitere 9 Filmemacher aus der Steiermark um sich, um gemeinsam dieses Projekt zu realisieren.

Das Konzept der gleichen Aufgabenstellung an verschiedene Künstler erprobten Christian Marczik von der Intro Graz Spection und Britta Isabel Lang bereits 2006 im viel beachteten ABC-Projekt (www.abc-projekt.com), für welches 30 Filmemacher jeglicher Couleur 1-minütige Spots zu jeweils einem Buchstaben des Alphabetes beisteuerten. „Schon seit jeher fasziniert es mich, die Verschiedenartigkeit des Denkens vieler Künstlerhirne zu beobachten – und dies geht am besten, indem man ihnen die exakt gleiche Aufgabe gibt.“, sagt Britta Lang. „Mit dem Auto-Film soll nun nach dem ABC-Projekt einen Schritt weiter gegangen werden und ein großer Spielfilm in dieser Art realisiert werden.“

Wie beim ABC-Projekt müssen sich die Regisseure/Autoren auch hier an ein strenges Regelwerk halten:

  • Die Geschichte spielt zwingend in einem Auto
  • Es handelt sich dabei um einen PKW
  • Die Protagonisten dürfen das Auto auch verlassen, aber sich nicht weiter als 1,5 m davon entfernen. (Und dies sollte die Ausnahme bleiben, schließlich heißt der Film "Im Auto".)
  • Alle Szene spielen in Graz bzw. in der Steiermark im Hier und Jetzt
  • Das Genre der Szenen (Komödie, Drama, Thriller etc.) ist frei wählbar. Allerdings spielen die Szenen wie erwähnt in der Jetztzeit und müssen "realistisch" sein
  • Wie viele Personen sich in dem Auto befinden, zu- und aussteigen, bleibt den Filmemachern überlassen
  • Es ist egal, ob diesen Personen das Auto gehört oder nicht
  • Die Nationalität, das Alter und Geschlecht der Mitfahrer sind frei wählbar
  • Wie schnell, auf welche Art und Weise und ob sich das Auto überhaupt bewegt und wo es sich befindet, kann individuell entschieden werden
  • Es sind keinerlei Szenen außerhalb des Autos (und der 1,5 m darum herum) erlaubt
  • Das jeweilige Auto darf in keiner Einstellung ganz aus dem Bild verschwinden (Ausnahme: Extreme Nahaufnahme einer der Insassen), das heißt, keine Aufnahmen von anderen Menschen, der Gegend oder Örtlichkeiten, außer sie sind in Bezug zum Auto gedreht, sprich zumindest ein Teil des Autos ist noch mit im Bild
  • Die Kameraführung und -technik, der Filmstil, die Verwendung von Musik, der Schnitt, die Farbgebung (allerdings kein s/w) etc. sind jedem Team freigestellt und sie können dies im Rahmen ihres Budgets realisieren. Gemeinsames Format ist jedoch 16:9
  • Die Filmlänge darf nicht mehr als 15 Minuten betragen. Mindestlänge gibt es keine

Um dem Film eine gewisse „Gesamtdramaturgie“ zu verleihen und nicht zuletzt, um sich zwingend durch alle Gesellschaftsschichten zu bewegen, werden die in den Geschichten vorkommenden Autos vom ersten bis zum letzten Wagen immer teurer. Es sollte interessant sein zu sehen, wie sich der Charakter der Szenen mit der zunehmenden Luxusklasse der Wagen ändert. In einem Jaguar wird wohl etwas anderes stattfinden, als in einem verbeulten Lada mit Anlassproblemen. Oder etwa doch nicht? Und: Den einzelnen Episoden wird mit ansteigender Luxusklasse auch ein ansteigendes Budget zur Erstellung des Filmes zugeteilt. Der Fiat Panda-Film muss beispielsweise mit einer Finanzierung von 100 € auskommen, derweil die Geschichte im Lamborghini mit der stattlichen Summe von 5000 € in Szene gesetzt werden kann.